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F. Scott Fitzgerald
12.06.2011 von polarworld

„Wer mir einen Helden zeigt, dem zeige ich eine Tragödie“

Ein Zitat von F. Scott Fitzgerald, was auch zu Robert Falcon Scott zutrifft.

F. SCOTT FITZGERALD

Foto: F. Scott Fitzgerald (1937), gemeinfrei
Fotograph: Carl van Vechten, Quelle: Library of Congress, Prints and Photographs Division, Van Vechten Collection

F. Scott Fitzgerald


Andere Persönlichkeiten
Geboren – 24. September 1896 in St. Paul, Minnesota
Gestorben – 21. Dezember 1940 in Hollywood, Kalifornien
Herkunft - USA
Beruf – Schriftsteller
Erfolge – zu seinen Werken gehören u.a. „Der große Gatsby“, „Der letzte Tycoon“ und „Der seltsame Fall des Benjamin Button“

Der hundertjährige Geburtstag des großen US-amerikanischen Schriftsteller F. Scott Fitzgerald ist 1986 Anlass zu einer Reihe verschiedener, zum Teil handgemalter Ersttagsbriefe aus seiner Heimatstadt St. Pauls in Minnesota.

F. SCOTT FITZGERALD - WILSON

Zeichnung: Fred Wilson, Quelle: Polarworld (Ausstellungsstück), limitierte Auflage 14 von 52.

F. SCOTT FITZGERALD - GATSBY

Quelle: Kopie aus der David Fletcher Collection

F. SCOTT FITZGERALD - COLLINS

Zeichnung: Fred Collins; Quelle: Kopie aus der David Fletcher Collection, FIP Covers, Melissa, Texas

Sein Leben

Das „F“ steht für „Francis“ – seine beiden Vornamen verdankt F. Scott Fitzgerald seinem Urgroßonkel Francis Scott Key, einem Rechtsanwalt. Nach eigenen turbulenten Erlebnissen während des Britisch-Amerikanischen Krieges im Jahre 1812 schreibt er ein Gedicht (The Defense of Fort McHenry) über den Widerstandswillen seiner Landsleute und dem Sieg – es wird die US-amerikanische Nationalhymne (The Star-Spangled Banner).

F. Scott Fitzgerald hingegen fängt schon früh mit dem Schreiben an. Er vernachlässigt das Studium auf der Princeton Universität völlig und als er keine Aussicht auf einen Abschluss hat, geht er 1917-1919 zum Militär. Fitzgerald dient als Unteroffizier in Alabama, arbeitet in einem Verlag, schreibt seine ersten erfolgreichen Romane (Die Schönen und Verdammten) und Erzählungen, heiratet und bekommt eine Tochter.

Plötzlich stehen die Fitzgeralds im Mittelpunkt und schnell benehmen sie sich auch so. In den „Goldenen Zwanziger“ zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Wirtschaftskrise genießen sie ein sorgenfreies Südstaatenleben. F. Scott Fitzgerald wird zum Inbegriff des „Jazz Age“ und der „Verlorenen Generation“, freundet sich mit dem schon damals legendären Ernest Hemingway an und schreibt schließlich „The Great Gatsby“. Das Buch verkauft sich überhaupt nicht, aber es entsteht die erste Verfilmung. Ohnehin arbeitet Fitzgerald auch hin und wieder für Hollywood. Bei dem Filmklassiker „Vom Winde verweht“ mit Clark Gable und Vivian Leigh schreibt er sogar am Drehbuch mit, aber schon nach kurzer Zeit wird er vom mächtigen Studioboss David O. Selznick gefeuert.

Viele Stellen in seinen Romanen sind stark autobiographisch und er schreibt sogar Stellen aus dem Tagebuch seiner Frau ab, die mit häufigen psychischen Störungen, Nervenzusammenbrüchen, Klinikaufenthalten und Liebschaften für genügend zusätzlichen Stoff sorgte. Ein nicht mehr bezahlbarer, verschwenderischer Lebensstil, den ständigen Ehrgeiz, immer was Größeres schreiben zu wollen, aber bei ausbleibenden finanziellen Erfolg und nachlassenden gesellschaftlichen Ruhm, ist die Alkoholsucht von Fitzgerald keine Überraschung mehr. Überschuldet und depressiv trinkt er nur noch anstatt zu schreiben und nennt seine Zeit die „Crack up-Phase“. In Hollywood beginnt er 1939 mit seinem letzten Roman „Der letzte Tycoon“, unvollendet stirbt er am 21. Dezember 1940 an zwei Herzinfarkten.

Nachdem 1970 „Der große Gatsby“ mit Robert Redford neu verfilmt wird, ist er endgültig einem breiten Publikum bekannt und das Buch wird weltweit großer Erfolg. „Der letzte Tycoon“ wird von seinem Freund und Kollegen Edmund Wilson nachbearbeitet und 1976 mit Robert de Niro, Jack Nicholson und Tony Curtis verfilmt und gehört heute zu den Filmklassikern schlechthin.

Mit 10 Oscarnominierungen und auch dem Gewinn von drei der begehrten Trophäen 2008 ist „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brad Pitt und Cate Blanchett auch einem jüngeren Filmpublikum ein Begriff.

Mit den beiden Aussagen berühmter Schriftsteller seiner Zeit können wir über F. Scott Fitzgerald treffend zusammenfassen:
Ernest Hemingway: „F. Scott Fitzgerald war der Größte unter uns allen.“
Dashiell Hammett: „Schade, dass er nicht weiß, wie gut er ist. Er ist der Beste!“


Webhinweise

Vollständige Bibliographie


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