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Lost Squadron Recovery - Einleitung
14.11.2006 von Lost Squadron Recovery - Dieter Herrmann, Casser & Partner

BERGUNGS-EXPEDITION IN GRÖNLAND 2007



Der Traum von einem der letzten großen Bergungsabenteuer unserer Zeit rückt in weite Ferne. Schwierigkeiten mit der Finanzierung und unzureichende technische und logistische Voraussetzungen kompensieren leider nicht eine hochmotivierte Mitgliedertruppe für das Vorhaben.

Inwieweit in einem der nächsten arktischen Sommer aus der Tiefe des grönländischen Inlandeises eine im zweiten Weltkrieg verschollene amerikanische Jagdfliegerstaffel geborgen werden kann, bleibt abzuwarten. Hier die allgemeine Einleitung aus dem Jahre 2006 vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dieter Herrmann und Casser & Partner, mit freundlicher Genehmigung:


Eine Sensation im Eis wird ans Tageslicht kommen! Fünf legendäre Lockheeds P-38 Lightning liegen seit 1942 in 100 Meter Tiefe unter dem grönländischen Gletschereis. Im April 2007 beginnt eine spektakuläre Bergungsaktion.

Bereits 1992 wurde die erste von insgesamt sechs Lightnings gehoben. Sie zieht heute als fliegende Attraktion bei Air Shows in aller Welt die Blicke auf sich. Die übrigen fünf Maschinen sollen 2007 von Lost Squadron Recovery durch ein umweltfreundliches Schmelzverfahren geborgen werden.
Nach erfolgreicher Bergung ist eine P-38 dem Luftwaffenmuseum in Gatow fest zugesagt, wo sie auch restauriert werden soll. Eine zweite geht nach Dänemark. Die drei übrigen Lightnings sollen von Sotheby‘s publikumswirksam versteigert werden – wenn alles klappt, direkt auf dem grönländischen Eis.

Nach Berechnungen und Messungen des geologischen Institutes der Universität Reykjavik sind die Lightnings von einer rund 100 Meter mächtigen Schicht aus gepresstem Schnee bedeckt, in ihrer Struktur jedoch unbeschädigt. Aus diesen Schneemassen sollen die Flugzeuge auf umweltfreundliche und schonende Weise heraus geschmolzen werden.

Die Konstruktion der Bergungsvorrichtung ähnelt einer überdimensionalen, auf dem Kopf stehenden Hundehütte aus Metall. Die doppelwandige Keilkonstruktion wird zwischen Innen- und Außenwand durch Dampf beheizt und sinkt durch die Wärme und das eigene Gewicht kontinuierlich in den schmelzenden Schnee über dem jeweiligen Flugzeug. Das entstehende Schmelzwasser wird im Dampfgenerator zu Heißdampf recycled, um erneut das Schmelzgerät zu beheizen.

Wenn die an einem Kran hängende Konstruktion die Tiefe des Flugzeuges erreicht hat, kann sie wieder nach oben gezogen werden – und die Lightnings, auf dem Grunde des geschmolzenen Schachtes von Hand zerlegt, können an die Oberfläche gehievt werden.
Die Lockheed Lightnings sind nach allen bisherigen Erkenntnissen in ihrer Struktur so gut erhalten, dass ihre Restaurierung möglich ist und die Flugzeuge anschließend sogar wieder ihr Flugfähigkeitszeugnis erhalten können.



Kommen Sie mit auf das Abenteuer Lost Squadron Recovery!

Unternehmen und private Anhänger der Fliegerei sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen:
mit Know-how, Material – und natürlich mit finanzieller Unterstützung.

Die Geschichte
Die Lightnings
Die Vorbereitung
Das Team

DAS ZIEL – HIER ERSTE BERGUNG 1992
Juli 1942: Eine Staffel amerikanischer Kampfflugzeuge ist auf dem Weg nach England. Über Grönland wird das Wetter immer schlechter, der Sprit wird knapp, die acht Flugzeuge notlanden auf dem Eis. Die Piloten werden gerettet, die Flugzeuge bleiben zurück. Schneestürme begraben die Flieger. 1992 wird einer der Flieger, eine P-38 Lightning aus 80 Metern Tiefe geborgen (Quelle: Lost Squadron Recovery, Foto: Cornelius Braun)

Das offizielle Tagebuch
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Beitrittserklärung zum Verein

Quelle

Der Verein zur Suche, Auffindung und Bergung historischer Land-, Wasser-und Luftfahrzeuge e.V., Sophie-Taeuber-Arp-Weg 6, 12205 Berlin


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