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Delphine - UNO erklärt 2007 zum Jahr des Delphins
21.01.2007 von AFP, AOL

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UNO erklärt 2007 zum Jahr des Delphins

Bonn, Deutschland:

UNO erklärt 2007 zum Jahr des Delphins – Kampagne soll auf die Gefährdung der Tiere aufmerksam machen

DELPHIN
Delphine (Foto: AFP aus AOL)

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2007 zum "Jahr des Delphins" erklärt, um einen besseren Schutz der Meeressäuger zu erreichen. Das in Nairobi ansässige Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) will mit der internationalen Kampagne auf die Gefährdung der Delphine hinweisen.

Unterstützt wird die Aktion vom Reiseveranstalter TUI unter anderem mit Informationen über die Tiere in Reisekatalogen und In-Flight-Magazinen.

Dagegen hatte die EU erst vor wenigen Tagen den Tod tausender Mittelmeer-Delfine durch eine bislang verbotene Form der Netzfischerei wieder gebilligt. Nach Angaben der WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper werden in Treibnetzen nun voraussichtlich wieder Streifendelfine und Gemeine Delfine jämmerlich ertrinken. Beide Arten stehen bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedroht Arten.

Die Fischereiminister der EU hatten Ende November auf Druck von Frankreich und Italien die 2002 verbotene Fischerei mit Treibnetzen in Form so genannter Schwebenetze wieder zugelassen. Die nun mit Ankern versehenen Netze sind bis zu sechs Kilometer lang und werden von Kritikern als so genannte Vorhänge des Todes bezeichnet, weil sich in ihnen nicht nur die begehrten Tun- und Schwertfische verfangen, sondern jedes Jahr auch unzählige Delfine, Seeschildkröten, Vögel und Haie unnötig sterben. "Jeder, der Thunfisch aus dem Mittelmeer verzehrt, nimmt den Tod von Delfinen billigend in Kauf", sagte Vesper und empfiehlt Konsumverzicht.

Die UNEP zeigte sich von der Zulassung dieser umweltschädlichen Fischerei betroffen. "Wir werden mit unseren Vertragsstaaten Frankreich und Italien darüber sprechen", sagte Veronika Lenarz vom UNEP-Sekretariat.

Deutschland wird die Delfin-Kampagne der UNO mit einer internationalen Tagung unterstützen. "Ziel der Veranstaltung ist es, die Schaffung geeigneter Meeresschutzgebiete zu fördern", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug. Deutschland gehe hierbei mit gutem Beispiel voran: Derzeit werde ein Netz von Schutzgebieten in den Küstengewässern der deutschen Nord- und Ostsee geschaffen, das wesentlich zum Schutz der dort lebenden Schweinswale beitrage.

Die Familie der Delfine umfasst 40 Arten und reicht vom acht Meter großen Schwertwal bis hin zum möglicherweise bereits ausgestorbenen Chinesischen Süßwasserdelfin. Delfine werden vor allem durch die industrielle Fischerei und Umweltverschmutzung bedroht.

Quellenangabe:


AFP über AOL vom 04.12.2006

Webhinweise:


http://www.aol.de
http://www.afp.com/deutsch/home/


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