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Geheimtipp: Jules Verne und die Reise zum Nordpol
25.02.2006 von Einleitung polarworld, Inhaltsangabe von "Wikipedia"

Geheimtipp: Jules Verne und die Reise zum Nordpol

In einer Zeit, wo die Menschen noch weit davon entfernt waren, den Nordpol zu erreichen, beschrieb Jules Verne seine Vorstellungen vom zum Teil eisfreien zugefrorenen Meer gewohnt zutreffend, wie er sich auch die Reise in die Tiefen der Ozeane und zum Mond vorstellte.

Kinder und Erwachsene – wer kennt sie nicht? – die Geschichten von dem britischen Gentleman Phileas Fogg und seinem Diener Passepartout „In 80 Tagen um die Welt“ oder Kapitän Nemo und die Nautilus in „20.000 Meilen unter dem Meer“ oder „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ oder „Der Kurier des Zaren“.

Aber wer kennt schon die unglaublich spannende Erzählung des Kapitän Hatteras aus dem Jahre 1866 über die Eroberung des Nordpols? Eine Vielzahl unglaublicher Parallelen zur späteren wahren Polargeschichte begleiten diese ausgedachten Romanfiguren, z.B. Robur, der Eroberer, der mit seinem Luftschiff „Albatros“ in die Antarktis fliegt.

Kapitän Hatteras – die Reise zum Nordpol

1866 veröffentlicht Jules Verne eine weitere fantastische Geschichte rund um die Eroberung des Nordpols. Hier als Vorabzug eine Inhaltsangabe aus der gemeinfreien Online-Enzyklopädie “Wikipedia“:

„Die Abenteuer des Kapitän Hatteras“

Die Handlung des Romans beginnt in Liverpool. Der Kapitän Richard Shandon lässt auf Geheiß eines Unbekannten, der seine Briefe mit dem Kürzel K.Z. unterschreibt, eine Brigg bauen, die den Namen Forward erhält. Auf Wunsch des Unbekannten heuert Shandon eine Mannschaft an und übernimmt selbst den Posten des ersten Offiziers. Die Stelle des Schiffsarztes erhält der rundliche Doktor Clawbonny, der von dem Unbekannten selbst schriftlich angeheuert wurde. Den Posten des Kapitäns hat sich der Unbekannte selbst vorbehalten.

Als der vom Unbekannten genannte Zeitpunkt, Liverpool zu verlassen, gekommen ist, erscheint ein Hund an Bord. Der Hund hat einen Brief im Maul; der Brief enthält die Anweisung, Nordkurs einzuschlagen. So verlässt die Forward Liverpool, ohne dass der Kapitän an Bord gekommen ist. Die Mannschaft denkt, dass der Hund der Kapitän sei. Während der Fahrt findet Richard Shandon in seiner Kabine einen Brief mit weiteren Anweisungen; der Kapitän ist also an Bord.

Die Fahrt führt immer weiter nach Norden. Die Stimmung unter den Matrosen wird immer schlechter. Sie haben Angst vor dem „Hundekapitän“ und versuchen, ihn in einem Loch im Eis zurückzulassen, er kann sich jedoch befreien und kehrt an Bord der Forward zurück. Erst als eine offene Meuterei droht und die Forward im Packeis in Gefahr gerät, gibt sich der Kapitän, der in der Maske des Matrosen Gary an Bord kam, zu erkennen. Durch sein besonnenes Handeln rettet er das Schiff.

Er stellt sich der Mannschaft als Kapitän John Hatteras vor. Kapitän Hatteras ist von der Idee besessen, den Nordpol zu erreichen, der seiner Meinung nach in einem eisfreien Meer liegen soll. Er hat bereits mehrfach vergeblich versucht, mit einem Schiff soweit wie möglich nach Norden vorzudringen. Auf seinen Expeditionen mussten die Matrosen unsagbar leiden; von seiner letzten Expedition kehrte er als einziger Überlebender nach England zurück.
Durch das Auftauchen des Kapitäns bessert sich die Stimmung an Bord. Die Forward setzt ihre Fahrt nach Norden fort. Schließlich sind die Reisenden gezwungen, an Bord der Forward im Packeis zu überwintern. Als die Kohlevorräte an Bord aufgebraucht sind, verlassen Hatteras, Doktor Clawbonny und zwei Matrosen – Simpson und Bell – die Brigg für einen Erkundungsmarsch. Während des Marsches stirbt Simpson an den Strapazen. Die Reisenden finden den Hilferuf des Kapitäns der Porpoise, deren Wrack unweit der Forward im Eise liegt. Kurze Zeit später finden sie den bewegungslosen Körper von Altamont, dem Kapitän der Porpoise.

Als Hatteras und seine Gefährten zur Forward zurückkehren, brennt das Schiff. Einzig der Matrose Johnson wartet bei dem brennenden Schiff auf sie. Richard Shandon und der Rest der Mannschaft haben bereits 48 Stunden vorher über das Packeis den Rückweg nach Süden angetreten; vorher haben sie das Schiff angezündet. Die Reisenden füllen in den Trümmern der Brigg ihre Vorräte auf und begeben sich auf die Suche nach dem Wrack der Porpoise, das sie nach langen qualvollen Tagen auch finden.

Sie überwintern in einem großen Iglu, das sie nahe der Porpoise bauen. Altamont ist schon während des Marsches über das Eis wieder zu Kräften gekommen. Wie Hatteras versucht auch der Amerikaner Altamont den Nordpol zu erreichen; sie beschließen, gemeinsam nach Norden vorzudringen. Während der langen Wintermonate erholen sich die Reisenden. Die Winterruhe wird lediglich durch eine Invasion von Eisbären unterbrochen.

Im Frühjahr setzen sie ihren Marsch nach Norden fort. Sie erreichen – wie von Hatteras vorhergesagt – ein offenes, eisfreies Meer und schiffen sich auf der mitgeschleppten Schaluppe der Porpoise ein. Die Reise nach Norden endet auf einer Vulkaninsel. Der Nordpol liegt auf dem Gipfel des noch tätigen Vulkans, wie Hatteras' Berechnungen ergeben. Hatteras verlässt seine Gefährten. Er besteigt den Berg und versucht, auf dem Gipfel die englische Flagge zu hissen, während der Vulkan ausbricht. Als seine Gefährten ihn auf dem Gipfel finden, ist Hatteras wahnsinnig geworden.

Trotzdem gelingt es den dreien, wohlbehalten in ihre Heimat zurückzukehren. Hatteras verbringt seine letzten Jahre in einem Sanatorium, ohne seine Besucher zu erkennen oder mit ihnen zu kommunizieren. Bei seinen ausgedehnten Spaziergängen kennt er immer nur eine Richtung: nach Norden.

Quelle: Wikipedia


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