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Entdecker: Wladimir J. Wiese, 1886 - 1954 (Sowjetunion)
07.07.2007 von polarworld

Wladimir Juljewitsch Wiese


Entdecker – Arktis
Geboren – 21. Februar 1886
Gestorben – 19. Februar 1954
Herkunft – Sowjetunion
Beruf – Polarforscher, Ozeanograph
Erfolge – Begründer der wissenschaftlichen Eisprognose

Sein Leben

Professor Wladimir Juljewitsch Wiese war ein sowjetischer Ozeanograph und Polarforscher. Er nahm an zahlreichen Arktisexpeditionen teil und bezwang die Nordostpassage.

Darüber hinaus gilt Wiese als Begründer der wissenschaftlichen Eisprognose für die arktische Schifffahrt und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten.

Seine Expeditionen

Wiese nahm von 1912 bis 1914 an der Arktis-Expedition von Georgi Sedow auf dem Schiff "St. Phoca" teil und leitete 1928 die sowjetische Suchexpedition nach dem auf seinem Nordpol-Flug abgestürzten italienischen Luftschiff "Italia"

In den Jahren 1930, 1932 und 1934 war Wiese wissenschaftlicher Leiter der Expeditionen zur Erforschung der Nordostpassage. Auf der Reise von 1930 entdeckte er eine Insel, die seinen Namen trägt.

1932 bezwang er mit der "Sedow" als Erster den nördlichen Seeweg durch die Nordostpassage in einer Navigationsperiode und begründet die wissenschaftliche Eisprognose für die arktische Schifffahrt.

1937 steuerte Wiese mit dem Eisbrecher “Sadko“ durch ein Gebiet zwischen Sewernja Semlja und den Neusibirischen Inseln mit Ziel Henriette-Insel, Shorow-Insel und Jeanette-Insel. Als die “Sadko“ den Auftrag erhielt, notleidene Schiffe in der Nordostregion zu helfen, gerät das Schiff selber in größte Schwierigkeiten. Am 23. Oktober 1937 wurde das Schiff in der Nähe der Neusibirischen Inseln bei 75°17'Nord und 132°28'Ost im Eis gefangen. Zwei weitere sowjetische Eisbrecher, die “Sedow“ und “Malygin“, die in unmittelbarer Nähe der Neusibirischen Inseln unabhängig voneinander Vermessungsarbeiten durchführten, gerieten ebenso in Eisgefangenschaft. Für alle drei Eisbrecher begann eine unfreiwillige und abenteuerliche Eisdrift mit insgesamt 217 Besatzungsmitgliedern.

Untätig mussten sie zusehen, wie das Eis ihren Kurs bestimmt und erst ein halbes Jahr später im April 1938 gelang es Rettungsflugzeuge, wenigstens einen Großteil der havarierten Mannschaften ausfliegen. Erst am 28. August 1938 konnte der Eisbrecher “Jermak“ auf 83°4'Nord und 138°22'Ost zwei der drei Schiffe aus dem Eis zu befreien.

Allerdings musste die “Sedow“ infolge der schweren Beschädigungen im Eis zurück bleiben und wurde als wissenschaftliche Driftstation umfunktioniert. So verblieb die “Sedow“ als Driftstation noch bis zum 13. Januar 1940 in Eishaft, wo 415 astronomische Standortbestimmungen, 78 erdmagnetische Untersuchungen und 38 Tiefenbohrungen während der 812 Tage dauernden Drift durchgeführt wurden.

Zwischen Grönland und Spitzbergen wird die “Sedow“ schließlich vom größten sowjetischen Eisbrecher “Stalin“ endgültig befreit. Die wissenschaftliche Ausbeute ist enorm; die “Sedow“ erhält ihren festen Platz in der arktischen Ruhmeshalle.

Seine Werke

Angaben fehlen

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Quellenangabe, Webhinweis

www.nordlandseite.de von Thomas Bujack, Kaarst

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