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Bonaparte, Charles Lucien (Ornithologe) - Sein Leben
15.06.2006 von polarworld

Prinz Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte


Andere Persönlichkeiten – beide Polargebiete
Geboren - 24.05.1803 in Paris
Gestorben – 29.07.1857 in Paris
Herkunft – Frankreich, Italien
Beruf – Ornithologe
Erfolge – Zuordnung der Systematik der Vögel, u.a. Pinguine und Wilson Sturmvogel;
Direktor des Botanischen Gartens Paris, Buch: Enzyklopädie „American Ornithology“

BONAPARTE
Quelle: public domain

Einleitung

Sein Vater Lucien Bonaparte (1775-1840) war der Drittgeborene der Brüder Bonaparte und somit Neffe vom französischen Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1840).
Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte war italienischer Ornithologe.
Er entdeckte und beschrieb wissenschaftlich verschiedene Vogelarten,
zum Beispiel Sturmschwalben und Grasmücken, und bestimmte 1831 in der Nomenklatur für Pinguine den wissenschaftlichen Namen „Spheniscidae“.
Später engagierte er sich recht radikal in der Politik und wurde dann Pfarrer.

Sein Leben

Prinz Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte wurde am 24.05.1803 in Paris geboren und wuchs in Italien auf. Sein Vater Lucien Bonaparte (1775-1840) war der Drittgeborene der Brüder Bonaparte und somit Neffe vom französischen Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1840).

Bonaparte heiratete 1822 seine Cousine Prinzessin Zenaïde Charlotte Julie Bonaparte und hatte mit ihr gemeinsam acht Kinder (drei Jungen, fünf Mädchen). Er wurde ein begabter Ornithologe und entdeckte den Mariskensänger (Acrocephalus melanopogon) aus der Familie der Grasmückenartigen, und beschrieb ihn wissenschaftlich.

Auf Reisen sammelte Bonaparte Exemplare einer unbekannten Sturmschwalbe der Familie „Hydrobatidae“. Er benannte diesen neuen Vogel nach Alexander Wilson,
einem schottischen Poeten und Ornithologen, „Wilson’s storm petrel“, zu deutsch "Buntfuß-Sturmschwalbe" (Oceanites oceanicus).

Alexander Wilson lebte schließlich, ebenso wie Bonaparte, in den Vereinigten Staaten. Dort begründete er die berühmte amerikanische Enzyklopädie „American Ornithology“, die Bonaparte korrigierte und vervollständigte.

1831 wurden die Pinguine in dieser Nomenklatur unter dem wissenschaftlichen Namen „Spheniscidae“ geordnet.

Von 1832 bis 1841 publizierte Charles Lucien Bonaparte ein Werk über die Fauna Italiens (Iconografia della Fauna Italica).

Nach dem Tod seines Vaters erbte er 1840 den Titel „Prinz von Canino und Musignano“, zweier Provinzen in Italien, kehrte mit seiner Familie nach Europa zurück und ließ sich in Rom nieder. 1843 wurde er Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und 1948 an der Universität von Uppsala.

Ebenfalls 1848 schloss sich Bonaparte der radikalen Partei „Pro-Nationalistische Bewegung“ an. Er wurde Abgeordneter und nahm noch im gleichen Jahr das Amt des Vizepräsidenten des Parlaments an. Diese Mitgliedschaft führte dazu, dass Bonaparte nach dem Fall des italienischen Aufstandes ein Jahr später ins Exil und damit zurück in seinen Geburtsort Paris ging. Dort wurde er 1853 Pfarrer.

Nach dem Tod seiner Frau heiratete Bonaparte Donna Marie Said Testaferrata. 1854 wurde er Direktor des Pariser Botanischen Gartens (Jardin des Plantes).

Charles Lucien Bonaparte starb drei Jahre später 1857 in Paris.

Weitere Artikel


Seine Werke




Literaturhinweise:
Casanova, A. G.: Carlo Bonaparte. Gangemi, Rom 1999.
Tyson Stroud, P.: The emperor of nature. Philadelphia 2000.

Quellenangaben:
Wikipedia, der freien Enzyklopädie


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