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Politik: Bundeskanzlerin Merkel in Grönland
19.09.2007 von polarworld

Bundeskanzlerin Merkel besucht Grönland

Nie wurde in unseren Medien soviel über Grönland berichtet wie in den vergangenen Wochen, als zum ersten Mal die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum einem Staatsbesuch in Grönland weilte und – ebenfalls zum ersten Mal – den grönländischen Ministerpräsidenten Hans Enoksen zu einem Gegenbesuch in die Bundesrepublik Deutschland einlud. Wir können deshalb erwarten, dass wir künftig mehr von diesem Land hören werden, dass in der Sprache seiner Bewohner auch „Land der Menschen“ genannt wird.

MERKEL IN GRÖNLAND
Fotos: AFP, dpa, F.A.Z., REUTERS

Angela Merkel will auch verstehen: „Hier wird der Klimawandel sichtbar, ja fassbar.“ Zusammen mit Umweltminister Sigmar Gabriel begreifen beide, dass das Klimathema keine parteipolitische Frage ist, sondern Staatsgrenzen und Partei-Animositäten hinweg alle etwas angeht.

MERKEL IN GRÖNLAND AUF DER SMILLA
Fotos: AFP, dpa, F.A.Z., REUTERS

Die Zweitagesreise ist mit viel Symbolik verbunden, aber Taten müssen der guten Inszenierung folgen, denn Grönland schmilzt rasant. Der Meeresspiegel ist seit 1993 pro Jahr um 3,1 Millimeter gestiegen, allein um 0,2 Millimeter im Jahr durch Grönlands Erwärmung. Würde ganz Grönland schmelzen, stiege der Meeresspiegel um sieben Meter – dann haben wir es in Berlin und Brandenburg nicht mehr soweit zur Küste.

MERKEL IN GRÖNLAND
Fotos: AFP, dpa, F.A.Z., REUTERS

Die Eiskante bricht und es kracht gewaltig. Eine Eislawine rutscht ins Polarmeer und Wellen schaukeln das Boot der Kanzlerin. In der flachen Diskobucht stauen sich Eisberge, die aus der Landesmitte angeschoben kommen. Täglich brechen 20 Millionen Tonnen Eis ab und setzen die ganze Masse in Bewegung, immer schneller, je wärmer es wird.

EISBERGE
Fotos: AFP, dpa, F.A.Z., REUTERS

Bis zu 1.000 Meter dicke Brocken brechen vom Festeis ab und werden treibende Berge, von denen nur ein Zehntel aus dem Wasser ragt. Die Bundeskanzlerin fliegt mit einem Hubschrauber an die Abbruchkante: „Grönland ist der lebende Beweis, dass der Klimawandel im vollen Gange ist.“

Quellenangabe:


F.A.Z., AFP, dpa, REUTERS


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