Artikel » Nachrichten » Kreuzfahrtschiff Explorer sinkt nach Kollision mit einem antarktischen Eisberg Artikel-Infos
   

Kreuzfahrtschiff Explorer sinkt nach Kollision mit einem antarktischen Eisberg
25.11.2007 von polarworld

Nachrichten

Nach Kollision mit einem Eisberg sinkt der legendäre Kreuzfahrt-Veteran „MS Explorer“ in der Antarktis!

Das Kreuzfahrtschiff ist unterwegs von Ushuaia in die Antarktische Halbinsel, als in den Morgenstunden des 23. November 2007 ein scharfkantiger flacher Eisberg aus einem Eisfeld, das die Explorer gerade durchquerte, ein faustgroßes Loch in den Schiffsrumpf reißt.

An Bord sind 52 Besatzungsmitglieder und 100 Passagiere einschließlich einer Handvoll Lektoren.

Der Unglücksort sind die Südlichen Shetlandinseln (König George Insel) im antarktischen Eismeer, d.h. kräftige Winde, eiskaltes Wasser und am Arsch der Welt – wie durch ein Wunder wird niemand ernsthaft verletzt oder gar getötet.

„Die Erschütterung war gar nicht so auffällig, weil das Schiff ja dauernd mit kleineren Eisbrocken zusammenstieß“, beschreibt ein Besatzungsmitglied und eine junge Passagierin ergänzt: „Erst als Passagiere mit dem Schrei ‚Wasser’ aus den unteren Decks nach oben kamen, wurde uns klar, dass etwas passiert war“. Das Ausmaß wird erst nach und nach erkannt und zum Glück sind alle Passagiere unglaublich diszipliniert.

Vergeblich versuchen der Kapitän und der Erste Offizier das angeschlagene Schiff schwimmfähig zu halten. Beide kämpfen stundenlang, während die restlichen Besatzungsmitglieder und Passagiere bereits in Rettungsbooten evakuiert werden.
Doch ein Stromausfall an Bord verhindert den weiteren Einsatz der Wasserpumpe. Das Schiff lief voll Wasser und sank schließlich nach 15 Stunden im eisigen Wasser.

Dank der rechtzeitigen Notrufsignale kommt ein zweites Kreuzfahrtschiff, die norwegische NordNorge, herbei geeilt und nimmt die seit vier Stunden in Rettungsbooten herumtreibenden Schiffbrüchigen auf. Trotz bester Kleidung sind alle durchnässt und durchgefroren im ausnahmsweise diesmal nur leicht ruppigen Seegang, denn im Eiswasser bei Null Grad Celsius hätten die Menschen nur wenige Augenblicke überleben können.

Die NordNorge bringt die Geretteten unversehrt an Land und setzt sie in der nahe gelegenen chilenischen Forschungsstation (Presidente Eduardo Frei Montaya) ab, von wo aus die Chilenen alle mit Transall-Transportflugzeugen nach Puntas Arenas gebracht werden.

Erwähnenswert sei noch eine Sicherheits-Mängelliste der MS Explorer, die im Internet veröffentliche „Lloyds List“ beschreibt Probleme mit einer wassersicheren Tür, den Zustand der Rettungsboote und das Fehlen von Rettungsplänen. Die 152 Menschen haben noch mal Glück gehabt!


Artikelübersicht


Mehr… über das Kreuzfahrtschiff MS Explorer

Quellenangabe:


- Welt online, AOL und N24-Berichte vom 23. November 2007 und 24. November 2007

Webhinweise:


Artikel aus AOL Panorama


Druckansicht   druckbare Version anzeigen
Seite empfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   kommentieren
 
Seitenanfang nach oben