Artikel » Über uns » Angaangaq - "Aasivik Fire and Ice" in Kangerlussuaq Artikel-Infos
   

Angaangaq - "Aasivik Fire and Ice" in Kangerlussuaq
19.04.2009 von polarworld

Aasivik Fire and Ice Ceremony

Nach einer uralten Prophezeiung verändert sich die Welt, wenn sich eines Tages alle indigenen Stämme vereinen – Indianerstämme aus Nordamerika, Mayas, Azteken, Inkas aus Mittel-und Südamerika, Eskimos aus Grönland, Samen aus Skandinavien, Tschuktschen aus Sibirien, Stämme aus Afrika und Asien.

ANGAANGAQ
Angaangaq, der Ältestensprecher der Eskimo-Kalaallit, hat nun Wissenschaftler und die Stämme und Völker zur Eiskante Westgrönlands nach Kangerlussuaq eingeladen (17.07. bis 19.07.2009).
Foto: Angaangaq, Icewisdom.com mit freundlicher Genehmigung

„Fire and Ice“ lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Eisschmelze und gibt indigenen Völkern und ihrer Sichtweise erstmals Achtung und Bedeutung. Diese bislang fehlende Stimme bereichert den Dialog über Erderwärmung und Umweltschutz um eine äußerst wichtige Perspektive zur Wissenschaft. Das ist überfällig. Wie recht hat Angaangaq, wenn er sagt: „Wir benötigen zwei Flügel, um zu fliegen!“

Die Zeremonie

Aus der heiligen Asche der verstorbenen Urahnen wird ein Feuer entfacht, gehalten durch das Holz der ersten gefällten Bäume in Grönland seit langer Zeit, getränkt im Seehundfett, für die Dauer der Zeremonie, angeführt durch die älteste Großmutter, in der Hoffnung, dass eines Tages das Heilige Feuer aus der Mutter Erde heimkehren wird. Feuer aus Holz, nicht durch das Töten der Tiere, wo Robben-und Walfett in der Arktis nur Feuer möglich machen. Es erinnert ein wenig an das Olympische Feuer. Ein weltweites Treffen. Ein spiritueller Gedanke, Frieden, Traditionen, aus der Vergangenheit - für die Zukunft.

ANGAANGAQ
Angaangaq (Zweiter von rechts) im Kreise seiner Familie auf dem
Weg zur Fire & Ice Ceremony, Kangerlussuaq am 17.07.2009

Eingeladen sind neben den Stammesältesten auch Wissenschaftler und Gäste. Sie lernen von ihren Traditionen und Ritualen, ihren Gedanken und Weisheiten, sie tauschen sich aus und beraten, sie sprechen Gebete und entspannen in Schwitzhütten.

Das Ergebnis

Leider war das Treffen 2009 dann doch eher ein eher esoterisches Treffen mit hauptsächlich betuchten mitteleuropäischen und amerikanischen Gästen - zu kurz war die Planungszeit und zu hoch waren die Kosten zum Einladen der vielen Stammeshäuptlinge.

Egal, werden die anderen sagen – die Idee muss wachsen, unvergesslich bleiben die Tage für die Beteiligten und die Anzahl der Einsichtigen wächst. Es gibt keine Abgrenzungen mehr. Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung, Wassermangel und Hunger hören an der Staatsgrenze nicht auf. Ein zweiter Heimatplanet steht nicht zur Verfügung. Außenpolitik? Es gibt nur noch eine „Welt-Innenpolitik“! Ein neues Zeitalter wird beginnen. Noch gibt es zu viele Grenzen – besonders in den Köpfen! Hier haben sich Menschen getroffen, die es begriffen haben und das Herz an der richtigen Stelle tragen. Genau das entspricht auch der Botschaft von Polarworld.

Vielleicht gibt es ja noch einen weiteren Anlauf - und außerdem die Gelegenheit, für Anthropologen die Originalgetreue Riten und Rituale für die Nachfahren und zum Erhalt der Traditionen und Kulturen aufzuzeichnen.



Weitere Artikel

Angaangaq, zur Artikelübersicht, mehr über ihn und seine Vorhaben

Webhinweise


Melting the Ice in the Heart of Men – Icewisdom, die Webseite von Angaangaq


Druckansicht   druckbare Version anzeigen
Seite empfehlen   Artikel empfehlen
0 Kommentar(e)   kommentieren
 
Wertung ø 10,00
6 Stimme(n)
Seitenanfang nach oben