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Kapitel 2: Die Teilung Deutschlands und Berlins
28.09.2009 von polarworld

Die Teilung Deutschlands und Berlins

Bereits während des Zweiten Weltkrieges hatten sich die drei Hauptalliierten U.S.A., Großbritannien, Sowjetunion, noch ohne Frankreich, mehrfach auf unterschiedlicher Ebene getroffen und beraten, um eine Einigung über das weitere Vorgehen auf dem europäischen Kriegsschauplatz und für die Zeit nach dem Sieg über das Deutsche Reich zu erzielen.

Im Januar 1943 war das Deutsche Reich noch auf dem Vormarsch und die 6. Deutsche Armee stand vor Stalingrad, da trafen sich noch unter größter Geheimhaltung in Casablanca die Amerikaner und Briten zu ersten Vorgesprächen. Sie erhoben die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. Das Treffen fand noch ohne Stalin statt, der im eingekesselten Stalingrad die Rote Armee befehligte.

Während der Konferenz von Teheran Ende 1943 gab es schon sehr klare Vorstellungen von der neuen Machtaufteilung in Europa und der zukünftigen Teilung Deutschlands in Besatzungszonen nach Kriegsende, z.B. in zwei Teile (Nord und Süd) oder in fünf Großraumgebiete (Preußen, Sachsen, Hannover mit Nordwestgebieten, Hessen mit Maingebieten, Südgebiete mit Bayern, Baden und Baden-Württemberg).

TEHRAN CONFERENCE
Konferenz in Teheran (28. November bis 01. Dezember 1943)
Das Deutsche Reich ist zwar gerade in Stalingrad besiegt worden, aber noch lange nicht auf dem Rückzug, da feilschen die „großen Drei“ Stalin, Roosevelt und Churchill (v.l.n.r) bereits um die neue Weltordnung.
(Foto: US Army)

Außerdem wurden bereits erste Festlegungen getroffen: der Verlauf der sowjetisch-polnischen Grenze, die Oder als künftige Grenze zwischen Deutschland und Polen, die Übernahme von Ost-Preußen und Königsberg durch die Sowjetunion, dafür die Rückgabe Bialystoks an Polen und die Unabhängigkeit Finnlands, der Einsatz von Josip Broz Tito als selbständiger alliierter Befehlshaber Jugoslawiens, Rückerhalt der Unabhängigkeit Irans nach Abzug britischer und sowjetischer Truppen, aber auch der Aufbau eines Schutzrings aus Satellitenstaaten rund um die Sowjetunion.

Stalin begrüßte die Invasionspläne der westlichen Alliierten, bedeuten sie durch das Vorrücken seiner Roten Armee von der Ostfront doch einen Zangenangriff auf den Feind.

Das nächste Gipfeltreffen der Alliierten fand nur wenige Monate vor der Kapitulation des Deutschen Reiches in Jalta statt. Die Konferenz von Jalta diente noch einmal zum Ausloten der unterschiedlichen Interessen und behandelte konkrete Gebietsaufteilungen sowie mögliche Kontroll- und Verwaltungssysteme.

JALTA CONFERENCE
Konferenz in Jalta (04. Februar bis 11. Februar 1945)
Zufriedenheit über die ausgehandelten Aufteilungen, Entschlossenheit über den kompromisslosen verbleibenden Kriegseinsatz und Zuversicht über ein baldiges Ende in den Gesichtern der Beteiligten. Die Landung in der Normandie war erfolgreich, Paris zurückerobert, aber die Schlacht um Berlin stand noch bevor.
sitzend, von links nach rechts: Churchill, Roosevelt, Stalin; ganz links stehend der sowjetische Außenminister Molotow, hinter Churchill der britische Flottenadmiral Sir Cunningham und Marshall Sir Portal, hinter Roosevelt der amerikanische Flottenadmiral Leahy.
(Foto: US Army, C-543-color)

Der Krieg im Pazifik gegen das Königreich Japan war indes noch nicht beendet. Nur vier Tage nach der Potsdamer Konferenz, am 06. August 1945, und drei Tage später, am 09. August 1945, fielen die beiden Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki.

Japan kapitulierte am 02. September 1945.

Nach dem militärischen Zusammenbruch und dem Inkrafttreten der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht wurden die Verantwortlichen verhaftet, im Nürnberger Prozess zu langen Haftstrafen verurteilt oder auch hingerichtet.

POTSDAM CONFERENCE


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