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Angaangaq und die Rückkehr des Heiligen Feuers
04.10.2009 von polarworld

Angaangaq und die Rückkehr des Heiligen Feuers

Schon 1963 im tiefsten arktischen Winter berichteten zwei junge Eskimo-Kalaallit vom Wasseraustritt an der Großen Eiswand, als sie von der Jagd zurückkamen. Bei Minus 30 Grad Celsius flüssiges Wasser? Es war das erste Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmte – nicht zu Hause, sondern auf der Welt. Die Beobachtungen häuften sich und aus einem kleinen Rinnsal wurden hunderte reißender Flüsse. Heute ist der Klimawandel in aller Munde und hat beängstigende Ausmaße erreicht, denn unaufhaltsam wird sich das Leben auf der Erde verändern – im schlimmsten Fall sogar zerstören. Wie ein Kind, das mit dem Feuer spielt, ignorieren wir die Warnungen sowohl der Wissenschaftler als auch der Weisheiten indigener Völker.

Die Stimmen der Ahnen in aller Welt sprechen von einer Zeit, in der unsere Zeitrechnung zu Ende geht. Angaangaqs Mutter Aanaa Aanaqqii beschreibt den bevorstehenden Wandel so: „Jetzt haben wir Frühling, Sommer, Herbst und Winter - aber eines Tages wird es sie nicht mehr geben…“ Mittlerweile können wir es vor unserer eigenen Haustür beobachten, die Jahreszeiten verschwimmen und das Wetter spielt oft verrückt.

Wissenschaftler und trocken sitzende Politiker müssen langsam die Bevölkerungen vorbereiten. Nun beginnen die indigenen Völker, die Mitmenschen wachzurufen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die Aasivik Fire and Ice Ceremony

Angaangaq erzählt von Zeiten, wo einst das Land bedeckt war von Bäumen. Die Ahnen wanderten durch die Weite des Landes und als sie heimkehrten, gab es ihr einst von Bäumen bedecktes Land nicht mehr. Die Bäume hatten sich gelegt, und die Bäume, die das Heilige Feuer entfacht hatten, waren verschwunden. Die Menschen mussten Tierfett verwenden, um ihr Feuer zu zünden. Seit jener Zeit sagen die Ältesten, dass das Heilige Feuer eines Tages heimkommen wird zu den Menschen des Hohen Nordens.

Die Hopi-Indianer im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika – tausende Kilometer entfernt von den nordischen Völkern, sprechen von ihrer Prophezeiung, dass eines Tages die Ringe aus vielen Ringen eins werden, indem sich die Völker versammeln und das Heilige Feuer im Hohen Norden heimkehren wird.

Mittlerweile wachsen wieder Bäume in Grönland.



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