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Bühnenstücke und andere Geschichten
09.11.2009 von polarworld

Scott & Amundsen: 100 Jahre Wettlauf zum Südpol




11 Meilen

Die Leichen von Evans und Oates wurden nie gefunden. Das Zelt, in dem die Suchmannschaft die erfrorenen und geschundenen Körper von Scott, Wilson und Bowers fanden, wurde als letzte Ruhestätte mit Schnee aufgeschüttet und mit einem Kreuz aus zusammen gebundenen Skiern markiert. Sie waren nur 11 Meilen vom nächsten rettenden Nahrungsdepot entfernt.

Hoch über dem Basislager auf einem Hügel, wo heute um Scotts Hütte herum große internationale Forschungsstationen betrieben werden, errichteten die Männer ein großes Holzkreuz. Eingeritzt die fünf Namen der Toten und die letzte Zeile eines Gedichtes: „zu streben, zu suchen, zu finden und nicht aufzugeben“.

100 Jahre Eroberung des Südpols. Robert Falcon Scott schreibt in seinen Tagebuchaufzeichnungen:

„Hätten wir weitergelebt, könnte ich eine Geschichte erzählen über Kühnheit, Ausdauer und Mut meiner Gefährten, die das Herz eines jeden Engländers bewegt hätten. Diese groben Notizen und unsere toten Körper müssen nun die Geschichte erzählen.“

Jetzt erzählen wir ihre Geschichte in „11 Meilen“


Tho' much is taken, much abides; and tho'
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven,
that which we are, we are;
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate,
but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Obwohl uns viel genommen ist, bleibt viel;
und obwohl wir nicht mehr jene Kraft sind
die in alter Zeit Himmel und Erde bewegte,
sind wir, was wir sind;
gleichartig im Wesen, mit heldenhaften Herzen,
geschwächt von Zeit und Schicksal,
doch stark im Willen
zu streben, zu suchen, zu finden und nicht aufzugeben.


Lord Alfred Tennyson (1809-1892), aus „Ulysses“ (1833)


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