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Die letzte Kreuzung!
26.12.2009 von David Dunn

Die letzte Kreuzung

Wir stehen bald an der letzten Kreuzung. Wo führt uns der Weg hin?

Überall große Worte – Politiker, Wissenschaftler, Medien - die Welt redet und redet. Viele Gesten, man blickt selbst so unschuldig wie möglich und mahnt die Nachbarn.

Kopenhagen? Warum reden wir nun über Kopenhagen? Kopenhagen ist da, wo wir alle gerade stehen. Kopenhagen fängt heute an. Vielleicht ist es die letzte Kreuzung, an der wir stehen.

Leben bedeutet auch Gleichgewicht - die Natur, die Kulturen. Das gilt politisch für den Nahen Osten genauso wie zu Hause in der Familie – Kompromissbereitschaft ist gefragt. Das gilt für die globale Wirtschaft ebenso wie für den eigenen Haushalt – Ausgaben können nicht größer sein als die Einnahmen. Das gilt für die vielen ungewollten und beabsichtigten schädigenden Eingriffe in Natur und Umwelt – die jetzt Gegenmaßnahmen erfordern, sonst verlieren wir das bereits kippende Gleichgewicht.

Bankenkrise, Bedrohung durch den Terrorismus, Klimakatastrophe?
Vielleicht fallen irgendwann irgendjemanden Zusammenhänge auf, denn wir leben in Einbahnstraßen und Sackgassen. Wir handeln in Einbahnstraßen und Sackgassen, wir denken in Einbahnstraßen und Sackgassen, wir beurteilen in Einbahnstraßen und Sackgassen wie Schubläden.

Bisher hat die Menschheit schwere Naturkatastrophen, Hungersnöte, Krankheiten und Kriege überstanden. Manche Kulturen hatten Glanzzeiten, aber sind verschwunden oder heute eher in der Steinzeit als im 21. Jahrhundert. Sogar zwei Weltkriege haben wir überlebt und danach durften wir sogar wieder neu aufbauen. Wir kennen das Grauen von Diktaturen, Atombomben und Reaktorunfällen. Bisher konnten wir die Ärmel hochkrempeln und auch die Natur hat sich so regeneriert, dass wir es vor der eigenen Haustür kaum spüren oder uns nicht merklich stört, was sich woanders im Laufe der Zeit so geändert hat. Die Berlin Blockade und die Kuba-Krise brachten uns im Kalten Krieg an den erneuten Rand der globalen Selbstzerstörung. Es ging immer gut aus.

Aber nun steht die Menschheit vor der schwierigsten Aufgabe. Die Entscheider der Welt, Regierungschefs und Großkonzerne, schützen lieber weiter schlecht wirtschaftende Systeme, anstatt sich um die Erde zu kümmern, auf der wir leben. Ausweichmöglichkeiten? Kennt jemand einen zweiten bewohnbaren Planeten?

„Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet ihr sie längst gerettet“ sagte zutreffend der Wirtschaftsexperte und Berater der britischen Regierung Nicholas Stern.

Wir haben keine zweite Erde. Unser Heimatplanet ist nicht ein mystischer Phönix, der aus der Asche wieder auferstehen kann oder mit seiner heilenden Träne todbringende Verletzungen immer und immer wieder beseitigt.

Die Menschen sind wie ein Heer blinder Lemminge.

Vielleicht hat die Industrialisierung gar nicht das Mittelalter abgelöst. Auch nicht die Raumfahrt, Internet oder Google. Der Eiserne Vorhang und der Kommunismus ist über Nacht einfach verschwunden. Vielleicht muss auch bald dieses Geldsystem sich verändern.

Vielleicht kommt auch erst die große Veränderung – und dann erst beginnt eine neue Zeitrechnung. Doch wer gewinnt das Rennen? Die Selbstzerstörung oder das rechtzeitige Umdenken?


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