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Loki
02.01.2010 von polarworld

Loki: Der Darth Vader der Wikinger

Loki ist ein Gott der nordischen Mythologie, Sohn zweier Riesen, dennoch einer der Asen, dem jüngeren Göttergeschlecht zuzählend. Sie halten sich jung durch die Äpfel der Idun.

„Loki war schmuck und schön von Gestalt, aber böse von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug!“ (aus der Snorra-Edda, ca. 1220)

So verkörpert Loki das absolute Chaos, das Böse, Unheil und Unvernunft. Er ist stets jenen im Weg, die Ordnung und Ruhe in der Welt anstreben. Immer Listenreich, wandlungsfähig, ein Trickser, der gerne sowohl ein kleines Späßchen und Streiche ausführt oder auch nicht vor kaltblütigem Mord zurückschreckt. Loki leitet den Untergang ein.

Zügellos ist seine Lust und Appetit auf Sex und Essen. Neben zwei weiteren Ehefrauen ist er mit der Göttin Sigyn verheiratet. Seine Ausschweifungen sind unbändig. In stets wechselnder Gestalt hatte er Liebschaften mit anderen Göttinnen, Riesinnen, Menschen und Tieren und tötet sogar den Zwerg Ottur, nur um seinen frisch geangelten Lachs selbst zu verzehren.

Mit einer Riesin zeugte er die drei Todfeinde der Asen: die Midgardschlange, die den Freund aller Menschen Thor töten wird, die Todesgöttin Hel und den Wolf Fenrir, der den Göttervater Odin verschlingen wird.

Als ein Blutsbruder von Odin war Loki am Tod seines Lieblingssohnes Balder verantwortlich, den hübschesten unter den Göttern. Als Bestrafung wird er mit den Gedärmen seines Sohnes an einen Baum gefesselt. Die Riesin Skadi hängte eine Schlange über ihn, die Gift auf ihn herabtropfen ließ.
Währenddessen wendet sich auf der Erde alles zum Schlechten, weil Balder, Ursprung alles Guten und Schönen, nicht mehr lebte. Das war der Anfang vom Ende. Die letzte Schlacht.


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